“I have a dream…”

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“I have a dream…”

…..  genauso wie Martin Luther King am 28.08.1963, hoffe ich auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen, möchte sie katalysieren.

Ich „träume“ von mehr Mut, mehr Selbstverantwortung und Weitsicht, von mündigen Mitmenschen, die (wieder) urteils- und entscheidungsfähig werden. Jede und jeder sollte sich an der Gestaltung einer faireren, offenen Gesellschaft und vorausschauenden Wirtschaft „auf Augenhöhe“ beteiligen. Aber nicht selbstoptimierend wie heute, sondern kooperativ, sich als gleichberechtigter Teil eines größeren Ganzen verstehend. Das ist möglich und nötig, wenn wir in Freiheit (wieder) vertrauensvoll miteinander leben wollen. Dafür müssten wir grundlegende Verhaltensweisen überdenken, Rollen und Aufgaben überarbeiten, neue (Informations)-Infrastrukturen, klarere Rahmenbedingungen schaffen und vor allen Dingen mit Sprache viel sorgfältiger umgehen as heute.

Wenn ich das sag, heißt es, oft:“ Ja, du kannst das, du erkennst Zusammenhänge und kannst Lösungen vorschlagen und umsetzen, aber die Anderen……….“.

Sicher, vielleicht bringe ich im Moment dafür gute Voraussetzungen mit, aber grundsätzlich können das sehr viele (alle?) Menschen (hierzu z.B. Gerald Hüther: “Etwas mehr Hirn bitte…“)

Nur – wir müssen es wollen. Es fordern, fördern, Rahmenbedingungen schaffen, es zu lassen – es leben. Unsere Erziehung zur Abhängigkeit und den wuchernden politischen und technischen Paternalismus beenden. Wir brauchen ein Umdenken – ein Weiterdenken – die Bereitschaft unsere in uns angelegten Fähigkeiten zu entwickeln und Chancen zu nutzen. Anstatt uns weiterhin berieseln zu lassen und uns dabei durch mediale Hypes vom Wesentlichen ablenken zu lassen. Es ist Zeit, wieder Fragen zu stellen, zu hinterfragen!

Wir sollten unseren Glauben, dass „die da oben“ es richten können oder müssen, ablegen Wir sollten die Polarisation in „die da“ (Wirtschaft) und „wir“ (Bürger) beenden und begreifen, dass wir heute schon mehrere Rollen haben, z.B. meist gleichzeitig Teil des „Wir“ (BürgerIn, Eltern, Freunde, …) und von „denen da“(Mitarbeiter, Führungskraft,..) sind. Wir sollten uns selbst wertschätzen, aber nicht überschätzen. Erst dann sind wir offen, einen gesellschaftlichen Neuanfang zu gestalten, in einen neuen Dialog – nicht Diskussion – einzutreten, hin zu einer mündigen, selbstorganisierenden, partizipativen, vorausschauenden Gemeinschaft.

Zufriedenheit und Glück – das Mittel gegen Burn–out – entsteht nur aus dem Selbst heraus. Weder das neueste Mobiltelefon, der Tesla, das Besteigen des Mount Everest im Morgengrauen noch die letzten Wellnesstrends können die inhaltliche Leere anhaltend füllen. Meist ist „Wohlbefinden“ ein vorübergehender und immer wieder neu zu erarbeitender Zustand – für den ich selbst verantwortlich bin, den ich mir erarbeiten muss und der sehr individuell ist. Allerdings gibt es bessere und schlechtere Umfeldbedingungen, damit es gelingen kann. Genau diese können wir gemeinsam neu gestalten.

Das Jahr 2015 hat die Notwendigkeit einer anderen Prioritätensetzung in Wirtschaft und Gesellschaft überdeutlich gemacht. Wer es bis jetzt nicht gespürt hat, sich weigerte, den Veränderungsbedarf zu erkennen, hat nun deutliche Indikatoren in verschiedenen Bereichen.

Um sich greifende Konflikte, Re -Nationalisierungstendenzen, zunehmende Polarisierung innen und außen, Terrorismus, Burn-out Epidemien, eine hohe latente Aggressivität über alle gesellschaftliche Gruppen führen zu inakzeptablen Kontroll – und Sicherheitskosten, steigenden Gesundheitskosten und einer „depressiven Stimmung“ weil zu viele „unglücklich“ sind.

Die Profite der Blue Chips erfüllen nicht die Erwartungen, die Inflationsstimulierung durch die Notenbanken ist (und bleibt?) erfolglos, die Wirtschaftslokomotive China erreicht die Normalität und verursacht dabei bei vielen Magenverstimmungen.

Es werden wieder Zäune gebaut, Pässe verlangt, Barrieren errichtet, um sich vor den Konsequenzen zu schützen, die wir über Jahrzehnte mitverursacht haben.

EU Staaten mit einer kurzen Demokratiegeschichte, werfen sie – wenn es anstrengend wird – die Regeln der Demokratie, ihre blutig erkämpfte Freiheit über Bord. Die „alten“ Demokratien sehen zu – sowohl Politik wie Bürger. Werden wir dies auch bei uns stillschweigend hinnehmen? Es ist zu befürchten, wenn…..!

Noch erschreckender – „La Grande Nation“ – die so stolz auf „Liberté, Egalité und Fraternité „ist- stellt über Nacht ihre Demokratie in Frage.“

Und „the World Leader“ die USA lassen befürchten, dass sie einen Kasino Milliardär zum Präsidenten wählen. Das Tollhaus ist dann endgültig eröffnet.

Wir haben seit dem 2.Weltkrieg eine außerordentlich erfolgreiche Zeit und eine lange Friedensperiode erlebt – getrieben durch technische Innovationen. Jetzt wird es Zeit für eine „disruptive Innovation“ in Gesellschaft und Wirtschaft – im globalen Zusammenleben – hin zu einem fairen, gleichberechtigten Miteinander, indem sich jede und jeder mit ihren Stärken einbringt, für eine vorausschauende Handlungsweise wissend, dass in einer hochvernetzten Welt Kooperation dem Wettbewerb überlegen ist. „Let’s get started!“

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Kommentare
  • Apostolos Simeoankis
    Antworten

    Soziale Solidarität ist die Basis für offene Grenzen. Inflation ist der Preis für Frieden. Beides kostet Geld. Aber kein Preis sollte uns zu hoch sein, wenn es gilt, Kriege zu vermeiden.

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